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Unternehmerische Kreativität und Innovationen - Fluch oder Segen für die Mitarbeiter und den Erfolg eines Unternehmens?

Oftmals wird davon gesprochen, dass Innovationen und unternehmerische Kreativität in Unternehmen den Mitarbeitern mehr abverlangt und vor größere Herausforderungen stellt als ohne. Sowohl eine flexible Denkweise als auch der ständige Anspruch an Entwicklung und neuen Ideen sei zu groß, um Mitarbeiter ein berufliches Zuhause zu geben. Die Folgen, so unken verschiedenste Experten, sei Frustration, Burnout und psychische Schäden.

Falsch gedacht!

Wie eine aktuelle Studie* aus unserem Nachbarland Österreich aufzeigt, tritt genau das Gegenteil ein. Innovationen haben einen positiven Einfluss sowohl auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens wie auch auf die Beschäftigungsentwicklung.

Voraussetzungen bei den Mitarbeitern einfordern und gleichermaßen schaffen

Innovationen – und diese sind hier mit „Neuem Denken“ gleichgesetzt – erwarten ein Um- und Aktionsfeld, dass von Flexibilität, freies Denken, Qualität und technologischen Maßstäben zur freien Entfaltung geprägt ist. Ein Mitarbeiter, der diese Rahmenbedingungen als selbstverständlich ansieht und sich darin zu bewegen weiß, entfaltet sich.

Nicht das mögliche Belastende punktet – sondern die Freiheit und der Wirkungsgrad

Daraus resultierend wurde in der WIFO-Studie nachgewiesen, dass innovative Unternehmen mehr Arbeitsplätze schaffen, die Mitarbeiter im Schnitt 2 % mehr Geld verdienen und länger im Unternehmen aktiv sind. Innovationen haben zwar im Allgemeinen auch etwas mit Schnelllebigkeit zu tun, jedoch haben kontinuierliche Innovationen und Entwicklungen positiven Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit und damit ebenso auf die Positionierung. Die Belegschaft wächst um bis zu 2,5 Prozent mehr als nicht-innovative Unternehmen. Innovationen setzen sich dann auch in dem Austausch aller Mitarbeiterschichten fort. Eine Idee ist nur immer dann so gut, wie ihre größte Schwachstelle – dies gilt ebenso für die Mitarbeiter und das Unternehmensteam.

Eigenständigkeit, Verantwortung und Freiheit sind mehr denn je gefragt

Innovationen entstehen, wenn das Team oder die Mitarbeiter die Erlaubnis haben und die Bedingungen vorfinden, kreativ sein zu dürfen und zu wollen. Kreativität setzt jedoch ergänzend voraus, dass ein großes Maß an Freiheit und positiv gelebter Fehlerkultur vorhanden ist. Erst diese Woche hat der Inhaber Udo Herrmann von Herrmann Parkett davon berichtet, dass mit der Verantwortungsübertragung der Qualitätsmessung an seine Mitarbeiter ein enormer Qualitätsgewinn** eingesetzt hat. Freiheit räumt den Spielraum ein, lösungsorientiert zu denken und zu handeln. Daraus entstehen neue, innovative und nutzenbringende Lösungen, die Innovationen nach sich bringen.

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Bild: Udo Herrmann & Nicole M. Pfeffer im Grünen Büro von Herrmann Parkett

Neues Denken ist nicht gleich Change

Und damit kristallisiert sich ein Vorteil heraus, der im Change Prozess/Projekten meist erst beseitigt werden muss – die Angst und die Ablehnung vor der Veränderung. Neues Denken und Innovationen beginnen bei der Philosophie, Neues zu kreieren und Nutzen zu schaffen. Der Nutzen steht dabei in einem Win³. Sowohl das innovative Unternehmen in Zusammenarbeit mit seinem Dienstleister als auch der direkte Kunde haben von dieser Vorgehensweise messbare Mehrwerte. Blockaden sind nicht vorhanden, Ineffizienz ausgeschaltet und Engagement implementiert.

An dieser Stelle wird der „Hinzu-Faktor“ oder auch Satisfaktor eingesetzt. Darüber hinaus werden in innovativen Prozessen der Anteil an dissatisfaktorischen Anteilen geringer. Der Zufriedenheitsgrad steigt – nicht nur während des Kaufverhaltens – sondern auch in der Motivation und dem Mitarbeiterzufriedenheitsempfinden.

Fazit Neues Denken

  1. Freiheit und Eigenverantwortung steigern den Grad an Innovation, Neuem Denken und Qualität in der Leistung
  2. Mit Innovationen setzt eine höhere Mitarbeiterbindung, längeres Beschäftigungsverhältnis und besser Bezahlung ein
  3. Durch eine gelebte Innovationskultur hat ein Unternehmen größere Erfolgsaussichten auf dem Markt und gegenüber seinen Mitbewerbern
  4. Neues und Innovations-Denken minimiert Ängste für Veränderungen in Unternehmen und sie damit vergessen

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Bild: Leitsatz des Handwerksunternehmen Herrmann Parkett 

Voraussetzungen dafür sind jedoch, dass

  1. Innovationen gewünscht sind
  2. Verantwortungen übertragen werden
  3. alle Mitarbeiter in den Innovationsprozess eingebunden werden
  4. Fehler nicht als Fehler sondern als Verbesserungspotenziale gesehen werden

Unternehmerisch-kreative Grüße,
Ihre
Nicole M. Pfeffer

Quellen:
*WIFO Studiehttp://bit.ly/2aLmTmW
** Herrmann Parkett http://bit.ly/2aLnZz4 und Interviews vom 02.08.2016

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